Handeln tut Not! Strandmonitoring auf Norderney

Auf der Nordseeinsel Norderney unterhält die ISUS Stiftung einen zweiten Standort. In Zusammenarbeit mit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg erhebt und dokumentiert die ISUS Stiftung dort Veränderungen von Strandfunden. Das Projekt leistet einen Beitrag, die Auswirkungen der zunehmenden Vermüllung auf die Nordsee zu untersuchen. Dabei werden sowohl organische wie anorganische Funden auf der ostfriesische Insel Norderney untersucht. Auf Basis dieser Dokumentation geht es darum zu analysieren, welche Rückschlüsse die Funde auf die Verschmutzung der Nordsee zulassen und wie diese mit Blick auf die Artenvielfalt zu bewerten ist. 

Hintergrund: 
Viele Millionen Tonnen fester Müll aller Art gelangen jährlich entweder beabsichtigt oder unbeabsichtigt in die Meere. Im Pazifik existieren Gebiete, in denen sich der Müll auf der Fläche von tausenden Quadratkilometern sammelt. Meerestiere verwechseln umherschwimmende Plastikteilchen mit Nahrung und gehen dabei elend zugrunde. An die Strände der Nordsee werden jedes Jahr große Mengen Zivilisationsmüll angeschwemmt. Besonders problematisch ist das Verklappen von mit Schwermetallen, wie Chrom, Quecksilber, Nickel oder Blei verseuchtem Baggergut, das heute vor allem beim Ausbaggern von Fahrrinnen für die Schifffahrt anfällt. Die Anrainerstaaten der Nordsee versenken nach wie vor Millionen Tonnen von Baggergut jährlich in der Nordsee.   

Das Projekt „ Norderney“  ist in drei Forschungsprojekte unterteilt: Jedes der Teilprojekte hat  eine Laufzeit von 10 Jahren. 
Die Themen der Projekte sind:


  1. Monitoring von Meeresmüll
  2. Monitoring von organischem Strandgut
  3. Sandanalysen - Wie entwickelt sich der Anteil von Mikroplastik und anderer fremde Stoffe im Sand?