Baumschutz & Ortsbild in Oberhaching
Wie soll Oberhaching in 10 Jahren aussehen?
Aus einer Bürgerumfrage ist ein konkreter Prozess geworden.
Aktueller Stand 🌳 Baumschutz – jetzt wird es konkret 🌳 |
👉 Auf dieser Seite zeigen wir, wie alles begann, was die Bürgerumfrage ergeben hat und was daraus inzwischen entstanden ist.
Warum diese Umfrage?
Seit dem 1. Oktober 2025 besteht in Oberhaching keine flächendeckende Baumschutzverordnung mehr. Große und ortsbildprägende Bäume sind damit nicht überall im Gemeindegebiet gleichermaßen geschützt.
Wie dringend das Thema ist, zeigt auch unsere eigene Erfahrung:
Gemeinsam mit dem Gymnasium Oberhaching hatten wir vor 5 Jahren bewusst nicht den gesamten Baumbestand, sondern ausschließlich besonders ortsbildprägende Einzelbäume kartiert.
Rund ein Drittel dieser damals erfassten besonderen Bäume steht heute nicht mehr.
Das war für uns Anlass, genauer hinzuschauen und die Bürgerinnen und Bürger zu fragen: Wie soll Oberhaching in 10 Jahren aussehen?
Mit der Umfrage wollten wir ein unabhängiges Stimmungsbild erhalten: Welche Bedeutung haben alte Bäume, gewachsene Strukturen und Begegnungsorte? Was soll erhalten bleiben – und was wünschen sich die Menschen für die Zukunft Oberhachings?
Hinweis zur Einordnung
Der Umfrageflyer wurde nicht in allen Ortsteilen verteilt. Kreuzpullach, Ödenpullach, Laufzorn, Jettenhausen und Oberbiberg sowie Teile von Oberhaching und Furth wurden nicht bzw. nur teilweise erreicht. Diese Bereiche sind in den Ergebnissen daher nur gering oder gar nicht vertreten.
Der Ausgangspunkt: unsere Bürgerumfrage:
227 Bürgerinnen und Bürger haben sich an unserer Umfrage beteiligt. Das entspricht rund 2,3 % der erreichbaren Bevölkerung und liegt im üblichen Bereich freiwilliger Bürgerumfragen.
Die Ergebnisse zeigen ein klares Stimmungsbild engagierter und langjähriger Einwohnerinnen und Einwohner.
Hinweis zur Einordnung
Der Umfrageflyer wurde nicht in allen Ortsteilen verteilt (Kreuzpullach, Ödenpullach, Laufzorn, Jettenhausen und Oberbiberg und Teile von Oberhaching und Furth).
Diese Ortsteile sind daher in der Auswertung nur gering bis garb nicht vertreten.
📊 Auf einen Blick
🌳 92 %: Schutz alter und ortsbildprägender Bäume ist wichtig
🏡 87 %: Ortsbildprägende Gebäude sollen erhalten werden
🪑 77 %: Mehr Orte zum Verweilen und Begegnen gewünscht
🗣 88 %: Bürgerbeteiligung ist wichtig.
📊 Auf einen Blick
👤 227 Teilnehmer
🧭 56 % leben seit über 25 Jahren in Oberhaching
📊 45–74 Jahre Schwerpunkt der Altersgruppe
- über 25 Jahre: mehr als die Hälfte
- viele langjährige Einwohner
Wo Baumschutz aktuell greift – und wo nicht
Die Karte zeigt:
Baumschutz greift in Oberhaching derzeit vor allem in Bereichen mit Bebauungsplänen (im Gemeindeplan dunkelgrün gekennzeichnet).
Seit dem 1.10.2025 besteht kein flächendeckender Schutz für ortsbildprägende Bäume mehr.
Große Teile des Gemeindegebiets sind hingegen bislang nicht erfasst. Die Karte macht diese Unterschiede sichtbar und zeigt, wie unterschiedlich der Schutz aktuell verteilt ist.
Die Außengemeinden wie Laufzorn, Jettenhausen, Oberbiberg, Kreuzpullach und Ödenpullach sowie weitere Bereiche in Oberhaching, Deisenhofen und Furth (im Plan rot und grau markiert) sind derzeit ohne Baumschutz.
Die 5 wichtigsten Botschaften
🌳 1. Alte Bäume besser schützen
Für über 90 % der Teilnehmer ist der Schutz alter und großer Bäume wichtig.
Viele wünschen sich klare und verbindliche Regeln sowie einen besseren Schutz im Zusammenhang mit Bauvorhaben.
🏡 2. Ortsbild und gewachsene Strukturen erhalten
Ein Großteil der Befragten sieht durch Abriss und Neubauten einen Verlust an Identität im Ortsbild.
Gleichzeitig sprechen sich viele für den gezielten Erhalt ortsbildprägender Gebäude und Strukturen aus.
🪑 3. Mehr Begegnungsorte schaffen
Viele Bürger wünschen sich mehr Orte zum Verweilen und Begegnen – insbesondere in der Ortsmitte.
Wichtig sind dabei Sitzgelegenheiten, Schatten durch Bäume und Angebote wie Cafés oder Gastronomie.
📍 4. Treffpunkte im ganzen Ort ermöglichen
Begegnungsorte sollen nicht nur an einem zentralen Platz entstehen, sondern in mehreren Ortsteilen im Gemeindegebiet.
🗣 5. Bürger stärker beteiligen
Die große Mehrheit der Teilnehmer hält es für wichtig, dass Bürgermeinungen bei Themen wie Baumschutz, Ortsbild und Begegnungsorten stärker in Entscheidungen einfließen.
Stimmen aus der Umfrage:
In den offenen Antworten wurden besonders häufig genannt:
Verlust früherer Gastronomie und Treffpunkte (z. B. Mexikanos, Aphrodite, Weißbräu)
- Abriss alter Gebäude und gewachsener Strukturen
- Verlust von Grünflächen und alten Bäumen
- zunehmende Verdichtung und Neubauten
- Veränderungen rund um Bahnhof und Bahnhofstraße
Stimmen aus der Umfrage:
In den offenen Antworten wurden besonders häufig genannt:
- Verlust früherer Gastronomie und Treffpunkte (z. B. Mexikanos, Aphrodite, Weißbräu)
- Abriss alter Gebäude und gewachsener Strukturen
- Verlust von Grünflächen und alten Bäumen
- zunehmende Verdichtung und Neubauten
- Veränderungen rund um Bahnhof und Bahnhofstraße
Ausblick
Die Umfrage ist kein Abschluss, sondern ein Teil eines offenen Dialogs.
Die Umfrageergebnisse dienen als Grundlage für den weiteren Austausch mit der Bürgerschaft. Dieser wird beim Bauwagengespräch im Juli fortgesetzt – mit Blick auf die anstehenden Entscheidungen des Gemeinderats zum Baumschutz.
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