Eine Arche in einer Agrarwüste als Geschenk an die Natur

Zum Selbstverständnis der ISUS Stiftung gehört es, Forschungsprojekte zu initiieren und zu unterstützen. Forschungsarbeit erfordert aber einen langen Atem, das gilt umso mehr, wenn es um Projekte geht, welche die Auswirkungen unserer Lebensweise auf die Natur untersuchen.  In Holzkirchen bei München hat die ISUS Stiftung 2016 ein sechs Hektar großes Wald- und Wiesengrundstück für 35 Jahre gepachtet, um hier zu erforschen, wie sich die Artenvielfalt unter unterschiedlichen Bedingungen entwickelt. Wir wollen ein Zeichen gegen Agrarwüsten setzen und entwickeln auf diesem Grundstück in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Miesbach e.V. dort eine Vielfaltsarche. Diese Arche innerhalb landwirtschaftlich geprägter Umgebung soll als Rückzugs- und Lebensraum dienen, aber auch als Biotoptrittstein zur Vernetzung mit anderen Biotopen.

Das Grundstück, das zuvor landwirtschaftlich genutzt wurde, wurde nach der Übernahme zunächst über einen Zeitraum von zwei Jahren sich selbst überlassen. Mittlerweile kann man beobachten, wie  sich das Grundstück zu einer "Arche" für Tiere und Pflanzen inmitten einer von der EU geförderten grünen Agrarwüste entwickelt. Regelmäßige Kartierungen sollen dokumentieren, wie sich Flora und Fauna langfristig entwickeln, abhängig davon wie die Fläche gestaltet wird. 

Viele weitere Strukturen werden noch folgen: Totholzelemente, Nisthilfen für Wildbienen und Insekten, Fledermaus- und Vogelnisthilfen sowie blütenreiche Magerwiesen und eine Wildstrauchhecke, die das Grundstück anstelle eines toten Zaunes eingrenzen soll, werden dafür sorgen, dass sich die Fläche zu einer facettenreichen Arche  entwickeln kann.


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Unsere Pläne für die Vielfaltsarche Holzkirchen in der Übersicht: Arten schützen, Vielfalt bewahren


 



Bild 1 zeigt Ihnen, welche Maßnahmen wir auf der Fläche treffen, um verschiedene Zonen auf dem Gelände so zu gestalten, dass sie heimischen Tier- und Pflanzenarten wieder als Lebensraum dienen.

Die erste Maßnahme (gelb markierter Bereich) galt dem Waldsaum. Diesen Bereich haben wir zunächst etwas ausgelichtet. Eine Maßnahme die alle drei bis fünf Jahre wiederholt werden muss. Ebenso ist die Mahd auf dem grün markierten Bereich erfolgt.

Wir danken Herrn Hahn, der sich bereit erklärt hat, diese Mahd  im Rahmen des Vertragsnaturschutzprogramms,  VPN, in den kommenden 5 Jahren 2 mal zu mähen. Das VPN unterstützt und fördert ökologisch wertvolle Lebensräume, die auf eine naturschonende Bewirtschaftung angewiesen sind. Ziel ist der  Erhalt und die Verbesserung dieser Fläche.

Im Oktober 2021  konnten wir  die Streuobstbäume im rot markierten Bereich anpflanzen Bild 2.  Im Dezember 21 folgte  dann im unteren Bereich eine 3 reihige Hecke.


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  • Nistkästen
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An der Grundstücksgrenze erfolgte die Pflanzung einer zwei- bis dreireihigen Hecke mit heimischen Gehölzen (grüne markierte Fläche).

Im März 2022 wurde  ein 80 m² großer Teich angelegt und Nistkästen für Fledermäuse und Vögel an den ehemaligen Pferdestall  montiert. Außerdem wurde neben der Scheune eine Benjeshecke gepflanzt sowie ein Blühstreifen angelegt.